Informationen & Berichte 2022

Info- und Benefizveranstaltung im „einsA“. 

Mit afrikanischen Klängen durch Anne und Christoph Winkler sowie Christoph Falley startete gestern die Benefizveranstaltung, zu der am 12. August ins einsA geladen wurde. Pfarrer Imo Basols, der eine der Hungerregionen in Kenia betreut, schilderte die derzeitige Notlage, die durch den Ukraine-Krieg noch verschärft wird. Die Gaszufuhr ist komplett gestoppt, die Zufuhr von wichtigem Düngemittel und Getreide aus der Ukraine ist nicht mehr möglich. Zudem fallen Spendengelder aus bzw. verlagern sich derzeit, um die ukrainischen Flüchtlinge zu unterstützen.

Kenia gehört zu den drei afrikanischen Ländern, die bis zu 80 Prozent von den Getreideimporten aus der Ukraine abhängig waren und sind.

Gastgeber waren Sandra Allerdisse (Geschäftsleitung einsA), Werner Jostmeier (Honorarkonsul) sowie Dr. Marija Weißkirchen (Vorsitzende der Kenia-Hilfsaktion Euskirchen) und Christoph Weißkirchen (Landtag NRW).

Weitere Infos und eine Bankverbindung zur finanziellen Unterstützung auf dem Flyer >>>

Endlich ist es so weit: Früh am Morgen des 26. Juli begannen drei Mitarbeiter der Firma MIROTEC, die schweren feuerverzinkten und pulverbeschichteten Metallteile für den künftigen Tetraeder über dem „Keller Pins“ abzuladen. Mit Hilfe eines Radladers wurden die zentnerschweren Elemente hinter die Viktorkirche bugsiert. Nachdem oberhalb der Bodenöffnung eine hölzerne Arbeitsplattform angelegt worden war, konnten im Laufe des Tages die Metallbauer Ingo Menzel und Noel Holling sowie Azubi Jonathan Stemping die Teile zusammenfügen. Weitere Montagearbeiten erfolgen am Mittwoch, dem 27. Juli, bevor dann in der 31. KW (ab dem 1. August) die Glasscheiben eingesetzt werden können.

Kita St. Antonius

Merfelds Kita-Kinder beziehen Anfang August ihr neues Domizil im von-Galen-Park.

Am 8. August ist für Merfelds Kita-Kinder ein besonderer Tag. Dann öffnet ihre Einrichtung wieder - und sie können die neuen Räume im von-Galen-Park in Besitz nehmen. In der vergangenen Woche zog der Kindergarten in das funkelnagelneue Haus um. Freitag bekam das Erzieherinnenteam mit Leiterin Claudia Möllerherm dabei sogar tatkräftige Unterstützung von den Eltern. Auch die DZ durfte sich in den neuen Räumen umsehen.
Die wirkten ohne die Mädchen und Jungen noch ein wenig leer. Aber dass sich Kinder und Erzieherinnen in den geräumigen und hellen Zimmern wohlfühlen werden, ist keine Frage.
Im Erdgeschoss mit der großen Eingangshalle, die auch Platz für das Elterncafé sowie das Buffet am Morgen und Mittag bietet, werden die Kleinen, die Kinder unter drei Jahren (U3), ihre Räume haben. Außerdem gibt es hier die Turnhalle. Bisher hat die Kita die Halle der Grundschule nutzen dürfen. Absprachen mit der Schule sind ab jetzt nicht mehr nötig, freut sich Claudia Möllerherm über die neuen Möglichkeiten.
Auch die Küche mit Lagerraum ist eine große Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Situation. Der Raum für die Besprechungen der Mitarbeiterinnen ist ebenfalls geräumig und hell - hier sind Treffen des 20-köpfigen Teams sogar unter Coronabeschränkungen möglich.
Im oberen Stockwerk sind die großen Kinder, die Über-Dreijährigen (Ü3), untergebracht. Vier Ü3-Gruppen gibt es in der Sechs-Gruppen-Einrichtung. Wobei es keine Gruppenräume im herkömmlichen Sinn mit einer identischen Grundausstattung an Spielzeug sind. Stattdessen findet sich in jedem Raum ein Schwerpunkt - in der Maikäfergruppe etwa gibt es alles aus dem Bereich Konstruktion. Wer mit Baumscheiben etwas bauen möchte, findet es hier. Wer etwas malen oder kreativ sein will, geht ins Atelier. Dann gibt es noch einen Raum für kleine Naturwissenschaftler. Ein Zimmer steht für Rollenspiele mit Kostümfundus, Maske und Requisite zur Verfügung. Wohnzimmer, Musikraum, Küchenzeile - alles vorhanden. In dem großen Vorraum im Obergeschoss werden die Kinderkonferenzen stattfinden, wird das Kinderparlament tagen - Kinder-Mitbestimmung wird in der Einrichtung ja groß geschrieben. Zwei Garderobenräume bringen Ruhe in den Alltag, ist sich Claudia Möllerherm sicher. Bisher spielte sich alles auf dem Flur ab: Umziehen der Kinder beim Hinbringen oder Abholen, dazwischen die Gespräche mit den Eltern.
Überhaupt die alte Kita. Sie hat gute Dienste geleistet. Aber selbst die letzten größeren Umbauten in den vergangenen Jahren hätten nicht zu einer idealen Raumsituation geführt, räumte die Kita-Leiterin ein. „Aber jetzt haben wir eine geniale Lösung“, strahlt sie. Dennoch fiel den Erzieherinnen der Abschied nicht so leicht. Die Kinder hatten da weniger Probleme, sagt Claudia Möllerherm. Aber für die ist es ja auch kein richtiger Abschied. Als Schulkinder, die die Übermittagsbetreuung der Kardinal-von-Galen-Grundschule nutzen, werden sie in die Räume zurückkehren können (siehe weiteren Bericht).
Ein Dankeschön möchte Claudia Möllerherm noch loswerden: Die Firmen Reckmann und Overbeck hätten sehr geholfen und ihnen einiges an Arbeit abgenommen, sagt sie. Noch ist nicht alles fertig. Einige Möbel werden noch geliefert. Die Außenanlagen werden demnächst naturnah gestaltet - Vorbild ist die Kita in Rorup.

 

Bericht und Fotos der Dülmener Zeitung, Claudia Marcy
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Heimatverein und Gemeinde stellen Buch über das Schicksal von Louis Pins vor.

Als es immer schlimmer wird, will Louis Pins nur noch weg. „Sie müssen machen, dass ich wegkomme!“, bestürmt der Dülmener Viehhändler im Frühjahr 1939 den korrupten Konsulatskanzler Bockholdt im uruguayischen Generalkonsulat in Hamburg. Damit dieser ihm endlich die Ausreisedokumente nach Südamerika für sich und seine Familie besorgt. Kurze Zeit später ist Pins tot.
Im Jahr 2020 wurde der Keller der Familie Pins am Fuße der Kirche St. Viktor bei Grabungen entdeckt. „Es ist ein Keller wie jeder andere, archäologisch völlig uninteressant. Doch die Geschichte der Familie dahinter hat es in sich“, sagt Dr. Dieter Potente, Historiker und 16 Jahre lang Schulleiter an der Erich-Kästner-Schule in Buldern und der Johann-Gutenberg-Schule in Dülmen. Über das Schicksal des Dülmener Juden Louis Pins, das über Fluchtversuch, Verhaftung und Verhör bis in den Tod führte, gibt der Heimatverein Dülmen im Auftrag der Pfarrgemeinde St. Viktor nun ein Buch heraus.
„Bei manchen geschichtswissenschaftlichen Aufsätzen will ich schon nach der dritten Seite das erste Nickerchen einlegen. Doch dieses Buch ist anders“, sagt Potente. Die drögen, im Wortlaut stenografierten Akten wurden anschaulich illustriert und alle relevanten Dülmener Persönlichkeiten in Info-Kästen erläutert.

„Das Einzelschicksal des Dülmeners Pins macht die Schikane und unglaubliche Verzweiflung der Juden während der NS-Diktatur fassbar.“
Dr. Dieter Potente
Zudem erlaubten abgelaufene Sperrfristen, das Internet sowie Kontakte zu Pins‘ Nachfahren in Uruguay und Israel neue Erkenntnisse. „Wir haben heute Infos, von denen nicht mal Frau und Tochter von Pins wussten“, erläutert Pfarrdechant Markus Trautmann.
„Das Einzelschicksal des Dülmeners Pins macht die Schikane und unglaubliche Verzweiflung der Juden während der NS-Diktatur fassbar. Geschichte ist keine Frage der Schule, sondern ein Thema für alle“, betont Potente. Das Buch basiert auf den Recherchen von Christiane Daldrup im Staatsarchiv Hamburg, deren eher zufälliger Aktenfund 450 Seiten umfasst. „Die Akten zeigen, wie Menschen wie Bockholdt die Not der Juden schamlos ausgenutzt und sich an der Panik der auswanderungswilligen Menschen bereichert haben“, berichtet Pfarrer Trautmann.
Pins stirbt schließlich in der Haft, seine Todesumstände sind bis heute ungeklärt. Seine Familie erfährt als Todesursache „Herzversagen“, die Sterbeurkunde bezeugt „Selbstmord durch Erhängen“. „Das alles kann jedoch auch erfunden sein. Das Gestapo-Gefängnis Fuhlsbüttel war extrem brutal, dort wurden Leute auch zu Tode geprügelt“, so Pfarrer Trautmann. Es ergebe sich ein Bild, jedoch kein geschlossenes.
Das jetzt erschienene Buch mit dem Titel „Sie müssen machen, dass ich wegkomme!“ ist dank der Förderung durch die NRW-Stiftung im Dülmener Buchhandel in einer Auflage von 800 Exemplaren für fünf Euro zu erwerben. Auf die Kellerruine der Familie Pins an der St.-Viktor-Kirche wird noch in diesem Jahr ein 2,50 Meter hoher gläserner Tetraeder als Denkmal gesetzt.

 

Bericht und Foto der Dülmener Zeitung, Leonard Fischer
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Krankenhausseelsorgerin Christel Seibert geht in den Ruhestand. 

„In den letzten fünf Jahren als Krankenhausseelsorgerin schlug mir so viel Vertrauen und Dankbarkeit entgegen, wie ich vielleicht in all den Jahren zuvor nicht erlebt habe.“ Mit diesen Worten blickte Christel Seibert am Dienstagvormittag zurück auf ihre Zeit am Dülmener Standort der Christophorus-Kliniken. Seit 1. September 2017 war die Pastoralreferentin hier tätig, nun wurde sie in den Ruhestand verabschiedet - und nutzte die Gelegenheit, sich bei Weggefährten und Angehörigen zu bedanken. Sie sei dankbar über so viele gute Begegnungen, so Seibert.

Begonnen hatt die Verabschiedung mit einem Wortgottesdienst in der Krankenhauskapelle, (in Anwesenheit vieler Kolleginnen und Kollegen, Freunden und Angehörigen). „Du gehst umsichtig und offen mit den Menschen um. Und du hast das Vertrauen in die Menschen nie verloren, hast dir das Vertrauen in das Leben bewahrt, obwohl - oder vielleicht, weil - du in deinem persönlichen Leben manchen Herausforderungen begegnet bist“, würdigte Pfarrdechant Markus Trautmann die Scheidende in seiner Predigt.

Er erinnerte auch an die Belastungen, die ab Frühjahr 2020 mit der Corona-Pandemie kamen. All die notwendigen Einschränkungen im Krankenhaus hätten die Arbeit der Seelsorgerin nicht gerade einfacher gemacht. „Aber letztlich wundert es nicht, dass gerade in dieser Situation eine Patientin Dir das Kompliment machte: Wer bringt denn jetzt die Freude, wenn Sie gehen?“, sagte Trautmann. Seiberts besondere Stärken seien stets die ruhigen und nachdenklichen Töne, das behutsame und aufmerksame Zuhören gewesen. Der Pfarrdechant erinnerte zudem daran, wie Christel Seibert selbst einmal im DZ-Interview die Krankenhauskapelle beschrieben habe: „Für mich ist sie ein Ort der Geborgenheit, wo Menschen ein Stückchen zur Ruhe kommen können. Ich glaube, alle brauchen manchmal die Chance dazu“, hatte die Seelsorgerin damals gesagt.

Dr. Jan Deitmer von der Geschäftsführung der Kliniken erinnerte daran, dass am Beginn der Krankenhäuser in Nottuln, Coesfeld und Dülmen im 19. Jahrhundert die Initiative von Geistlichen und Kirchengemeinden stand. In den 40 Dienstjahren von Seibert habe sich die medizinische Versorgung und Technologie unglaublich gewandelt. Aber die Kapelle sei immer noch ein Ort, den auch heute die Krankenhausleitung ganz bewusst pflege und den Patienten und Angehörigen zur Verfügung stelle. Auch die Förderung der Krankenhausseelsorge sei ein Bekenntnis zu den christlichen Wurzeln und Werten, so Deitmer.

Bericht der Dülmener Zeitung / Foto: Christian Rensing

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Heinz Walgenbach

Straßenschild ehrt Heinz Walgenbach.

Seit dem Fronleichnamstag (16.6.) gibt es in Dülmen einen neuen Straßennamen – zumindest auf einem entsprechenden Schild unweit der Kirche St. Joseph. Anlässlich der Verabschiedung von Kirchenmusiker Heinz Walgenbach in den Ruhestand heißt der Fußweg entlang der südlichen Außenwand der Josephskirche (zwischen Pfarrheim und Jugendheim) fortan „Heinz-Walgenbach-Weg“. Der 90jährige Walgenbach, der 1963 in den Dienst von St. Joseph trat, nahm im Beisein einiger Familienangehöriger die Enthüllung persönlich vor. Er blicke mit Dankbarkeit auf sein langjähriges Wirken zurück, betonte er in einer kurzen Ansprache. „Möge St. Joseph weiterhin eine lebendige Gemeinde sein und die Kirchenmusik hierbei einen Akzent setzen“, so sein Wunsch an die Gäste und Gottesdienstbesucher.

Die Viktorkirche  neu entdecken und anders sehen.

Am letzten Freitag startete als Premiere im Rahmen des bundesweiten Monats für Sehbehinderte eine besondere Kirchenerkundung durch die Viktorkirche . 

Eine interessierte zehnköpfige gemischte Gruppe von Dülmenerinnen und Dülmenern mit und ohne Sehbehinderung erkundeten mit großem Interesse und allen Sinnen die Viktorkirche, die Orgelbühne und die Sakristei. 

Beeindruckend war es, wie die Teilnehmenden mit großer Seheinschrnänkung alle durch Fühlen und Tasten Skulpturen mit ihren Abbildungen erkennen und Materialien von Kelchen und Gewändern treffsicher bestimmen konnten.

Christoph Falley stellte die Orgel mit ihrer Vielfalt an Klängen und Pfeifen eindrucksvoll näher.  

Mit Simulationsbrillen konnten die Teilnehmenden ohne Seheinschränkung selbst einmal erproben, wie es sich anfühlt, sich mit einer Sehbehinderung im Kirchenraum tastend zu orientieren. 

Am Ende waren sich alle in ihrem Wunsch einig, zu einer Fortsetzung dieser Kirchenerkundung bei den vielen Schätzen, die die Viktorkirche beherbergt, im Herbst einzuladen. 

Am 1. Juni hat Johanna Krafczyk ihren Dienst als neue Krankenhausseelsorgerin in Dülmen aufgenommen. – Johanna Krafczyk wurde 1977 in Beuthen in Oberschlesien geboren und kam mit ihrer Familie 1989 in die Bundesrepublik. Nach dem Abitur in Werl absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester. Schon bald rückte der Beruf einer Krankenhausseelsorgerin in ihr Blickfeld, als sie in Hamm eine Ordensschwester kennenlernte, die in diesem pastoralen Bereich wirkte. Sie ließ sich zur Pastoralreferentin ausbilden und erhielt 2019 die Beauftragung durch den Bischof von Münster. Zuletzt wirkte Johanna Krafczyk in der Krankenhausseelsorge in Vreden.

Foto: Christian Rensing

Aufgrund der sich abzeichnenden langfristigen Personalsituation in unserer Pfarrei (Priester, Küsterinnen, Musiker) sollen künftig Doppelungen bei Gottesdienstterminen nach Möglichkeit vermieden werden. Daher gilt ab Pfingsten die folgende Regelung: Am Donnerstagmorgen um 8.30 Uhr ist die Eucharistiefeier nur noch (wie bisher) in St. Mauritius, nicht mehr in St. Viktor. Ebenso wird es künftig an jedem 1. Montag im Monat die Morgenmesse nur noch als „Frauenmesse“ um 9.00 Uhr in St. Joseph geben, nicht mehr um 8.30 Uhr in St. Viktor.

Mit dem Pfingstfest endet die Osterzeit. Es beginnt die sog. Zeit im Jahreskreis, die erst wieder im Advent und dann noch einmal durch die Fastenzeit unterbrochen wird.

Sichtbar ist dies in unseren Kirchen dadurch, dass die Osterkerze außerhalb der Osterzeit nicht mehr im Altarraum steht, sondern ihren Platz am Taufbecken hat. Zu Taufen und Beerdigungsgottesdiensten wird sie als Zeichen der Verbindung mit dem Osterereignis angezündet. Ansonsten darf die Osterkerze außerhalb der Osterzeit nicht brennen. So wird die Bedeutung dieser 50 Tage besonders herausgestellt.

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