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Gedenktafel

Bericht vom 4. Oktober 2019

 

Gedenktafel an Pfarrer Peter ThewesWieder einmal wurde in Dülmen eine kleine Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben: Am Pfarrhaus von St. Joseph erinnert seit dem 3. Oktober ein Schild mit historischem Foto an einen Besuch Bischof Friedrich Kaisers in St. Joseph im Jahre 1967 bzw. an die damalige Begegnung mit Pfarrer Thewes. Damals war der aus Dülmen stammende Missionsbischof zum letzten Mal in Europa. Der damalige „Gründungspastor“ Peter Thewes, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ist noch vielen Dülmenern in lebhafter Erinnerung.

Bei der Enthüllung der Gedenktafel am Abend des 3. Oktober äußerten Werner Jostmeier und Josef Wichmann als Zeitzeugen ganz persönliche Erlebnisse mit Peter Thewes, der eine als damaliger Jugendlicher, der andere als damaliger Kaplan. „Es war die Zeit der großen Jugendliturgien in St. Joseph“, erinnert sich Werner Jostmeier rückblickend. Aber auch durch die Zeltlager und andere innovative Maßnahmen habe Pfarrer Thewes die jungen Leute in den Aufbau des Gemeindelebens eingebunden. Dies kann Josef Wichmann bestätigen: „Peter Thewes war zeitgemäß. Er wusste, man kann Probleme von heute nicht mit Methoden von gestern lösen.“ – Auch zwei peruanische Ordensfrauen aus der von Bischof Kaiser gegründeten Schwesterngemeinschaft nahmen an dem kleinen Festakt teil; zuvor waren sie den ganzen Tag mit dem Peru-Kreis auf dem Bürgerfest vor dem Rathaus.

"Heilige unserer Zeit"

Friedrich Kaiser und Bernhard Poether

Abschlussfeier in LimaEindrucksvoll die Fotos, die am 26. Juli im Priesterseminar St. Toribio in Lima entstanden: rd. 11.000 Dokumente über das Leben und Wirken von Bischof Friedrich Kaiser (1903-1993), die in rd. zehn Jahren zusammengetragen worden waren, waren jetzt in zahlreichen Dokumentenordnern bzw. Aktenbündeln versammelt, um endlich versiegelt und Abschlussfeier in Limaauf die Reise nach Rom geschickt zu werden. Es gehört zu den Aufgaben der diözesanen Phase eines Seligsprechungsverfahrens, möglichst alle relevanten Dokumente und Aufzeichnungen aus dem Leben eines für die Seligsprechung vorgeschlagenen Kandidaten zusammenzutragen, ebenso die dokumentierten Zeugenaussagen von befragten Menschen, die im persönlichen Kontakt zum künftigen Seligen standen. Ähnliche eindrucksvolle Bilder von gesammelten Unterlagen für eine Kanonisierung entstanden übrigens am 9. März im französischen Rouen zur Vorbereitung einer Seligsprechung des Märtyrers Jaques Hamel. 

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Abschluss der diözesanen Untersuchung

Info vom 28. Juli 2018


AbschlussNachdem seit 2010 vom Erzbistum Lima die notwendige „diözesane Untersuchung“ für eine mögliche Seligsprechung von Friedrich Kaiser eröffnet worden war, wurden seitdem zahlreiche Dokumente und Zeugenaussagen zu dessen Leben zusammengetragen, auch in Deutschland. Insgesamt 54 Personen wurden vernommen; das erstellte Dossier umfasst rd. 10.000 Seiten.

Nun konnte die „diözesane Phase“ abgeschlossen werden. Aus diesem Anlass fand in Gegenwart von Erzbischof Carlos Castillo Mattasoglio im Priesterseminar von Lima am Freitag, dem 26. Juli, eine Feierstunde statt. Zugleich wurde eine Ordensfrau der „Gemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland“, Schwester Trinidad, vereidigt, um zeitnah die zusammengestellten Dokumente nach Rom zu bringen. 

Bischof Kaiser exhumiert

Bericht vom 9. Juni 2019

 

Altbischof Kühnel vor dem geöffneten Grab KaisersDie älteren Dülmener erinnern sich: 1975 wurden an der Kreuzkirche die Gebeine der später seliggesprochenen Anna Katharina Emmerick exhumiert und untersucht. Am Montag, dem 3. Juni, wurde eine solche Untersuchung einem anderen Dülmener Seligsprechungskandidaten zuteil, nämlich Friedrich Kaiser.

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„Mitfühlen mit der Kirche“

Bericht vom 1. März 2019

Münsteraner Bischof würdigt Kaiser-Buch

 

BM17025Bischof Dr. Felix Genn hat dem im letzten Herbst erschienenen Buch „Sieben Wege. Ein Ziel“ über Bischof Friedrich Kaiser seine „hohe Anerkennung“ ausgesprochen. „Mit Begeisterung“ habe er das Buch gelesen, lässt der Münsteraner Oberhirte den Autor, Pfarrer Markus Trautmann, in einem Schreiben vom 1. März 2019 wissen. Der spirituelle Tourenbegleiter durch NRW sei „in hoher Sensibilität und wacher Aufmerksamkeit“ entstanden, so Genn. Aus den Texten über den beruflichen und geistlichen Werdegang des künftigen Dülmener Seligen spreche ein „leidenschaftliches priesterliches und pastorales Engagement“ und ein „Mitfühlen mit der Kirche“. Bei der Lektüre der Tourenbeschreibungen habe sich Genn vorgestellt und gewünscht, „dass ich, wenn ich genügend Zeit hätte, den einen oder anderen Weg, wenigstens durch Dülmen, noch einmal nachgehe.“ Er sei dankbar, dass „auf diese Weise das Andenken dieses Mitbruders in seiner Heimatstadt Dülmen aufrecht erhalten“ und so ein Beitrag geleistet werde, „dass es zu einer eventuellen Seligsprechung kommen kann.“ 

Friedrich Kaiser wurde 1903 in Dülmen geboren und starb 1993 in Lima. Seit 2010 laufen Vorbereitungen seiner Seligsprechung auf diözesaner Ebene, seit 2018 durch die vatikanische Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen. Kaiser gründete 1961 eine Schwesterngemeinschaft und wurde 1963 in Dülmen zum Bischof geweiht. 

Das Bistum Münster leistet im Kanonisierungsverfahren für Bischof Kaiser Amtshilfe, indem das Offizialat (Gericht) der Diözese die Vernehmung von Zeitzeugen in Deutschland vornimmt.

 

Sieben Wege. Ein Ziel. Ein Tourenbegleiter durch NRW auf den Spuren von Bischof Friedrich Kaiser; hrsg. von Markus Trautmann; ISBN 978-3-00-060863-6; 7.50 € 
Weitere Infos zum Buch >>>


Foto: © Bistum Münster

Bischof Bernhard Kühnel besucht Dülmen

Bericht vom 23. Januar 2019

Bischof Kühnel zu Besuch bei Pfarrer TrautmannObwohl bereits 91 Jahre alt, begibt sich Bernhard Kühnel regelmäßig im fernen Peru auf Reisen und besucht das Münsterland. In Ascheberg leben seine Familienangehörigen, in Hiltrup liegt die Zentrale seines Ordens. Bernhard Kühnel, 1927 in Oberschlesien geboren, gelangte nach Krieg und Gefangenschaft hierher, wurde „Herz-Jesu-Missionar“, 1955 zum Priester geweiht und 1960 nach Südamerika gesandt. Ab 1966 wirkte er in Caraveli in den Hochanden an der Seite des aus Dülmen stammenden Missionsbischofs Friedrich Kaiser. 1972 wurde er dessen Nachfolger. 2007 wurde er als Bischof emeritiert, blieb aber weiter in der Pfarrseelsorge aktiv und wirkt heute als Seelsorger bei den Schwestern der von Kaiser gegründeten Ordensgemeinschaft.

Am 22. Januar 2019 war Kühnel zu Besuch in Dülmen, wo er Pfarrer Markus Trautmann einen Besuch abstattete. „Bischof Kühnel ist ein Zeitzeuge der ganz besonderen Art, wenn man die Kenntnisse über Kaiser erweitern möchte“, findet Trautmann. Die Beziehung zwischen Kaiser und Kühnel, zwischen Vorgänger und Nachfolger in der Leitung der Prälatur von Caraveli, war zweifellos wechselhaft und herausfordernd – um es gelinde zu formulieren. So veranlasste Kühnel eine Visitation der von Kaiser gegründeten Niederlassungen von Seelsorgeschwestern. Um die mitunter angespannte Beziehung zwischen den „Herz-Jesu-Missionaren“ und den „Schwestern vom lehrenden und sühnenden Heiland“ zu beruhigen, zog Kaiser am Ende fast sämtliche Ordenskonvente aus dem Sprengel von Caraveli ab – wodurch sich die Gemeinschaft der Seelsorgeschwestern in ganz Südamerika ausbreitete. Auch die Verehrung Kaisers ist heute entsprechen weit gestreut. 

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Friedrich Kaiser an der Krippe

Pressebericht vom 20. Dezember 2053

Kaiser-Skizze-2Endlich ist es so weit: Am morgigen 4. Advent kann sich die Dülmener Viktorgemeinde über Zuwachs in der Krippenlandschaft freuen: Bischof Kaiser, seit etlichen Jahren bekanntlich ein Seliger der Kirche, zieht mit den Hirten und Sterndeutern zum Stall von Bethlehem. Ein Holzschnitzer aus Südtirol hat die Figur mit den Utensilien des bischöflichen Wappens Friedrich Kaisers ausstaffiert: Kreuz, Bibel, Kelch. Der greise Pfarrdechant von St. Viktor wird es sich morgen nicht nehmen lassen, die Figur auf seinem Rollator beim Einzug mitzuführen. „Wir haben 30 Jahre lang gespart“, so der Geistliche, „doch das Warten hat sich gelohnt!“ Und weiter: „Das ist eine schöne Erinnerung an das große Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag Kaisers, das wir in diesem Jahr feiern durften!“ – Übrigens: Gesehen hat das kleine Kunstwerk aus Eichenholz bislang niemand, doch unserer Redaktion liegen kolorierte Skizzen vor. Dem Vernehmen nach wird der Holz-Bischof von einem Lama begleitet.

Weihnachtspost von Ricardo García García, Bischof-Prälat von Yauyos.

Weihnachten 2018

 

Liebe Freunde und Beter in Dülmen!

 

Ein herzlicher Gruß an Sie alle und unsere besten Wünsche für gesegnete Weihnachten und ein neues Jahr voller Hoffnung.


Dieses Jahr ist durch den Besuch von Papst Franziskus in unserem Land gekennzeichnet. Dank der großen Bemühungen der Kirche, der Gläubigen und der Unterstützung des Staates verlief alles sehr gut. Es gab eine außergewöhnlich grosse Antwort der Bevölkerung, die bewiesen hat, dass dies trotz unserer Einschränkungen ein Land mit tiefen christlichen Wurzeln ist. Den Rest des Jahres haben wir uns der Vertiefung seiner Unterweisungen gewidmet. Dafür haben wir Stadtmissionen organisiert, die viele Bekehrungen, Taufen und Ehen von lange ohne Ehe zusammenlebenden Menschen geschenkt haben.

 

Als früherer Präsident der Kommission der Bischofskommission für Jugend wurde ich im letzten Oktober in Rom als peruanischer Vertreter für die Synode für die Jugend gewählt, und ich nahm mit dem Präsidenten unserer Bischofskonferenz teil. Für mich war es das erste Mal, und es war eine sehr positive Erfahrung. Ich erlebte eine Atmosphäre der Nähe zum Papst und zu den Bischöfen und auch das Bemühen um Einheit in den Beratungen. Es gab keine größeren Konfrontationen, wir hatten alle den aufrichtigen Wunsch, die Jugend zu Gott zu bringen und die richtigen Pfade in unserer pastoralen Arbeit dafür zu finden.

 

In dem Monat, in dem ich in Rom war, konnte ich auch unseren jungen Priester José Luis Figuerola treffen, der, so Gott will, drei Jahre seines Studiums im Kirchenrecht bald beendet haben wird. Er ist ein sehr guter Schüler und hat ausgezeichnete Ergebnisse. Im Juli wird er zurückkehren, um uns bei der wachsenden rechtlichen Arbeit in unserer Prälatur zu unterstützen. Einen Teil seiner Kosten finanzierten wir auch mit Ihren Spenden. Vielen Dank fuer Ihre grossherzige Ueberweisung zu Weihnachten!

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Bischof Kaiser auf dem Weg zur Seligsprechung

Info vom 29. September 2018

 

Auf dem Weg zur SeligsprechungAm Freitag, 28. September 2018, war es so weit: der Kanonisierungsprozess zur Vorbereitung der Seligsprechung von Friedrich Kaiser, dem aus Dülmen stammenden Herz-Jesu-Missionar und ersten Bischof von Caravelì, wurde offiziell eröffnet. Dazu fand um 11.00 Uhr (Ortszeit Dülmen: 18.00 Uhr) im Priesterseminar von Lima ein kleiner Festakt statt, den der zuständige Erzbischof, Kardinal Juan Luis Thorne, leitete. 

Nachdem die Anwesenden zunächst den Heilig-Geist-Hymnus „Veni Creator Spiritus“ anstimmten, wurden das einschlägige Dekret der vatikanischen Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsverfahren sowie die Konstitutionen des künftigen „Tribunals“ verlesen. Das „Tribunal“, deren Mitglieder offiziell ernannt und vor Kreuz und Bibel vereidigt wurden, wird das weitere Untersuchungsverfahren in der „Causa Kaiser“, zumal die Vernehmung von Zeugen, kritisch begleiten. Schwester Maria Inmaculata von der (durch Kaiser gegründeten) „Gemeinschaft vom lehrenden und sühnenden Heiland“ stellte eine Liste der demnächst zu vernehmenden rd. 50 Zeugen vor, die Bischof Kaiser erlebt und gekannt haben.


Foto: https://arzobispadodelima.org

Vatikan genehmigt Seligsprechungsprozess

Info vom 16. Juli 2018

Genehmigung SeligsprechungsprozessGute Nachrichten aus Rom: Kardinal Angelo Amato, Präfekt der vatikanischen „Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse“, hat am 27. Juni 2018 in einem Schreiben an den Erzbischof von Lima, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, die offizielle Genehmigung zur Führung eines Seligsprechungsverfahrens für Bischof Friedrich Kaiser erteilt. Nachdem seit 2010 auf diözesaner Ebene der sogenannte „Informativprozess“ vorangetrieben wurde, nimmt die Angelegenheit jetzt eine wichtige Hürde. Friedrich Kaiser, geboren 1903 in Dülmen, wanderte 1939 als Herz-Jesu-Missionar nach Peru aus. „Hier wollte er ganz bewusst ‚an die Ränder‘ gehen, wie Papst Franziskus sagen würde“, erläutert der Dülmener Pfarrer Markus Trautmann. So schien es fast folgerichtig, dass Kaiser ab 1957 der erste Leiter der Prälatur von Caraveli in den Hochanden wurde. Hier gründete er die „Missionarinnen vom lehrenden und sühnenden Heiland“, eine Gemeinschaft von Seelsorgeschwestern „für die Verlassensten“, so der Anspruch Kaisers. 1963 erhielt Friedrich Kaiser in der Viktorkirche in Dülmen durch Bischof Joseph Höffner die Bischofsweihe. Er verstarb vor 25 Jahren, am 26.Septemer 1993, in Lima. Schwester Inmaculata, Mitglied der von Kaiser gegründeten Gemeinschaft und seit langem mit der „Causa Kaiser“ befasst, freut sich: „Nun bitte ich um Ihren Segen  und das tägliche Gebet, damit wir bald ein Datum für den ofiziellen Anfang bekommen können.“ Danach, so führt die Ordensfrau in einem Brief an die Dülmener Kirchengemeinde St. Viktor aus, werde ein „Tribunal“ gebildet, das dann die Bestellung und Anhörung von Zensoren, Experten und Zeitzeugen aufnimmt. Damit soll das heiligmäßige Leben Friedrich Kaisers und der vorbildliche Charakter seines Wirkens untersucht werden. Auch wenn jetzt neue Aufgaben und Herausforderungen auf den Orden zukommen, kann Schwester Inmaculata dennoch sagen: „Ich bin sehr glücklich. Mit Gottes Hilfe und großem Vertrauen gehe ich weiter. Ich weiß, meine Mitschwestern und viele Menschen begleiten diese Arbeit.“