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Gedenktag der seligen Anna Katharina Emmerick

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"Es gibt keine Zufälle". Davon ist Reinhold Mühlenbrock vom Emmerickbund e.V. überzeugt. Mit dieser Feststellung spielt er auf das Gemälde an, welches das Ehepaar Tolic aus Dülmen zur Gedenkfeier mitgebracht hatte. Es handelt sich um eine Reproduktion des bekannten Emmerick-Porträts von der Malerin Anna Maria von Oer aus dem Jahr 1895. Die Kopie wurde geschaffen von der Porträtmalerin Anja Beermann aus Rahden.

Damit ist sie einem Wunsch der Brüder Gerd und Reinhold Mühlenbrock und dem Ehepaar Marina und Neno Tolic gefolgt. Die Mühlenbrocks aus Haltern pflegen schon seit einigen Jahren Kontakte über die interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft "Pax et Bonum" nach Dakkili/Südindien.

Bei einem gemeinsamen Besuch mit dem indischen Pater Francis in der Emmerick-Gedenkstätte entwickelte sich der Gedanke, ein Foto des Porträtbildes für den Neubau einer Kirche in Indien anzufertigen. Diese Kirche wird unter dem Patrozinium der seligen Anna Katharina Emmerick stehen. Neno Tolic, der an diesem Tag seinen Dienst in der Gedenkstätte tat, bekam das Gespräch mit und war von der Idee sofort sehr angetan. Ihm war es möglich einen Kontakt zur Malerin Anja Beermann herzustellen, um nicht nur ein Foto, sondern ein Gemälde anfertigen zu lassen.

Für die entstehenden Kosten wollten die Tolics Spenden akquirieren, was sich aber leider als schwierig herausstellte. Doch die Umsetzung war dem Ehepaar so wichtig, dass es sich kurzerhand dazu entschloss, die Kosten zu übernehmen und die Reproduktion der neuen Emmerick-Gemeinde zu spenden. "Das Anliegen der weltweiten Verehrung der Anna Katharina ist mir eine Herzensangelegenheit" so erklärte Tolic sein Engagement.

Die Künstlerin hat nach einer Fotovorlage, die Neno Tolic mit Maßen versehen hatte, gearbeitet. "Das Bild ist durch mich durchgegangen", so die Künstlerin Beermann, die sich während ihrer Arbeit auch intensiv mit der Emmerick befasst hatte. Dass das Bild passend zum Gedenktag fertig wurde, sehen die Geldgeber als weitere Fügung.

Pfarrer Peter Nienhaus von der Gemeinde Heilig Kreuz ging auch bei seiner Predigt während der Gedenkfeier auf das Bild ein. "Jeder hat ein eigenes Bild von Anna Katharina Emmerick". Manche seien angerührt von ihrer Feinfühligkeit, andere werfen einen Blick auf ihren Umgang mit dem Leid und wie sie es mit Gott in Verbindung brachte. Anna Katharina Emmerick habe unzählige Facetten. So strahle sie im Licht Gottes, vergleichbar mit dem Rosettenfenster der Heilig-Kreuz-Kirche. Unser Bild von Emmerick ist nie umfassend, so Nienhaus weiter, es reiche von innerer Einkehr bis hin zur Zugewandtheit nach außen.

Pfarrer Nienhaus segnete während des Gottesdienstes das neue Emmerick-Bild. Im April wird es von Pater Francis, der zurzeit seinen priesterlichen Dienst in Bayern absolviert, nach Indien gebracht. Ebenso werden zwei "Coesfelder Kreuze" mit im Gepäck sein.

Im Anschluss an die Eucharistiefeier zog die versammelte Gemeinde in einer stimmungsvollen Lichterprozession zum Grab der Seligen. Dort wurde für die verschiedensten Anliegen Fürbitte gehalten und in einem Augenblick der Stille hatten alle die Möglichkeit, sich im Gebet ganz persönlich an die Mittlerin Anna Katharina zu wenden.

 

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