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Bilderbuch über den Missionar Friedrich Kaiser

Bericht der bischöflichen Pressestelle Bistum Münster vom 27. September 2016 

BuchvorstellungBereits zum dritten Mal in zwei Jahren legt der dialog-Verlag Münster ein "Bilderbuch für Jung und Alt" vor. Es beschreibt auf 40 Seiten, leicht verständlich und mit farbenfrohen Grafiken bestückt, das Leben des aus Dülmen stammenden Herz-Jesu-Missionars Friedrich Kaiser.

Dieser, 1903 geboren und 1993 in Lima gestorben, wanderte 1939 nach Peru aus und wirkte ab 1958 als Seelsorger bei den Indios in den Hochanden.

"Die Kleinschrift soll preiswert sein und einen großen Leserkreis in Deutschland erreichen, um Friedrich Kaiser im Zugehen auf dessen Seligsprechung bekannter zu machen", erklärt Christiane Daldrup, Mitglied im Öffentlichkeitsausschuss der Dülmener Gemeinde St. Viktor. Sie hat die Illustrationen von Bärbel Stangenberg aus Wachtendonk und die Texte des Dülmener Pfarrers Markus Trautmann in eine originelle Seitengestaltung gebracht. Neben den kindgerechten Aquarellmotiven gehören auch zahlreiche Fotos und erklärende Themenkästen zum Konzept des quadratischen Büchleins.

"Eine besondere Herausforderung war die Recherche von historischen Details, um die Bildmotive authentisch, aber auch spannend zu gestalten", erläutert Bärbel Stangenberg. Wie waren Kinder vor dem Ersten Weltkrieg gekleidet? Oder welche Szene fasst gut den Alltag in einem Indio-Dorf zusammen? "Wir konnten einige schöne Fotos als Vorlage auch aus der Kindheit Friedrich Kaisers auftreiben", sagt Daldrup, das früheste von 1910. Allerdings sei das Buch nicht einfach historisch oder nostalgisch-verklärend ausgerichtet.

Die Initiatoren sind sich einig: Wer sich mit dem Hiltruper Missionar Friedrich Kaiser und dem Wirken der von ihm gegründeten Gemeinschaft von Seelsorgeschwestern in Südamerika befasst, sieht auch die Situation von Glaube und Kirche hierzulande in einem anderen Licht. "So manche kurzatmig geführte Debatte und Dramatisierung um die Zukunft des kirchlichen Lebens könnte zu etwas mehr Gelassenheit und Kreativität führen, wenn wir die Situation etwa in den Anden anschauen", meint Trautmann. Dann bedeute das Papst-Wort, "an die Ränder" zu gehen, seinen Blick zu weiten und etwas von der typisch deutschen Versorgungsmentalität aufzugeben. "Friedrich Kaiser mutet uns Leidenschaft und Glaubensfreude zu", betont der Geistliche, "sowie die Bereitschaft, für das Miteinander im Glauben auch Opfer zu bringen, statt nur zu nörgeln."