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Was macht eigentlich Davis Puthussery?

Bericht vom 27. Juli 2016 der Dülmener Zeitung, Kristina Kerstan / Foto: Kirchengemeinde St. Viktor

 

IMG 7128Wann er das letzte Mal in Dülmen war? Davis Puthussery muss nicht lange überlegen. „Vor drei Wochen“, antwortet der Pfarrer. Er war eingeladen zu einer Hauseinweihung in seiner früheren Gemeinde St. Joseph. „Ich habe immer noch gute Kontakte nach Dülmen, vor allem nach Merfeld“, sagt der 49-Jährige. „Gelegentlich komme ich immer noch vorbei. So weit ist es ja von Hamm aus auch nicht.“ 

 

Im Norden der Ruhrgebietsstadt, genauer gesagt im Pfarrhaus der Kirchengemeinde Clemens August Graf von Galen, hat Davis Puthussery eine neue Heimat gefunden. Seit Oktober 2014 ist er Pfarrer der sehr jungen Gemeinde, zu der kurz vor seiner Ankunft zwei zuvor eigenständige Pfarreien fusioniert waren. Menschen aus zwei Gemeinden zusammenzuführen - bei dieser Aufgabe habe er gut auf seine Erfahrungen aus Dülmen zurückgreifen können, berichtet Puthussery. Denn hier war er elf Jahre lang in der Seelsorgeeinheit St. Joseph Dülmen und St. Antonius Merfeld tätig. 

Auch sonst käme ihm seine Zeit in Dülmen vielfältig zugute, sagt der frühere Dülmener Dechant im DZ-Gespräch. Dank Erfahrung und Reife könne er vieles gelassen angehen, zudem habe er sich schnell eingelebt. Und natürlich habe er durch seine Zeit in Merfeld bereits einen Bezug zum Kardinal von Galen, dem Namensgeber seiner neuen Gemeinde. 

Dort fühlt sich Davis Puthussery wohl. „Als Pfarrer bin ich hier allein“, rund 5000 Gläubige zählt die Gemeinde. Diese sei sehr aktiv und geprägt von vielen Spätaussiedlern. „Als Pfarrer ist man in allen Bereichen tätig. Man kann sich zum Beispiel nicht nur auf das Kirchliche konzentrieren, sondern ist gerade in sozialen Belangen sehr gefragt.“ Oftmals würde da die Konfession keine Rolle spielen in einer Gemeinde, in der viele unterschiedliche Nationalitäten leben. Dass er selber gebürtig aus Indien stamme, komme ihm dabei manchmal entgegen. 

Ganz aktuell konnte Davis Puthussery seine Dülmen-Erlebnisse bei der Planung zum 125-jährigen Bestehen der Herz-Jesu-Kirche mit einbringen. Dabei habe er Ideen vom 50. Geburtstag der Dülmener St.-Joseph-Kirche aufgegriffen, verrät der Seelsorger. Samstags kommen die geladenen Gäste, sonntags großes Familienfest für alle Gemeindemitglieder: „Das hatte sich damals schon bewährt“, sagt der Pfarrer schmunzelnd. Und eben jetzt wieder beim großen Jubiläumswochenende Anfang Juni in Hamm.

Davis Puthussery wurde 1967 in Indien geboren und am 31. Mai 1998 in Münster zum Priester geweiht. Nach Aushilfstätigkeiten im Raum Wangerland und einer Kaplansstelle in Kleve kam er im September 2003 nach Dülmen, in die Seelsorgeeinheit St. Joseph und St. Antonius. 2006 wurde er Nachfolger von Dr. Hans Döink als Dechant des Dekanates Dülmen. Puthussery wurde am 18. Oktober 2014 in die Gemeinde Clemens August Graf von Galen in Hamm-Norden eingeführt.