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Lust auf Gott machen

Bericht vom 12. April 2016 der Dülmener Zeitung / Foto. privat

 

Lust auf Gott machenStefan hat als Jugendlicher die Firmung verpasst. Er ist damals gerade umgezogen und dann durchs Raster gefallen. Nun, mit Anfang 40, möchte er Patenonkel werden und die Firmung nachholen. 

Julia ist mit zwanzig Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Deren Haltung zur Sexualität und die in ihren Augen verkrusteten Strukturen haben bei ihr vor gut 15 Jahren den Ausschlag zu diesem Schritt gegeben.

 

An Gott hat sie eigentlich immer irgendwie geglaubt. Heute ist sie Mutter eines drei Monate alten Kindes. Sie möchte, dass es getauft wird. Auch sie selbst kann sich vorstellen, wieder in die Kirche einzutreten. 

Daniela hat es aus den neuen Bundesländern ins Münsterland verschlagen. Sie wird hier mit ihrem zukünftigen Mann wohnen. Der ist katholisch und will kirchlich heiraten. Ob sie sich taufen lassen soll? Daniela ist aufgeschlossen, weiß aber über den christlichen Glauben so gut wie nichts. 

Schließlich ist da noch Georg. Er ist evangelisch, hatte allerdings mit der Kirche nie viel zu tun. Seitdem er vor einigen Jahren den Firmgottesdienst seiner Nichte miterlebte, fasziniert ihn das „Katholische“. Die Suche nach einem neuen Zugang zum Glauben treibt ihn um. Georg spielt mit dem Gedanken, in die katholische Kirche überzutreten. Vorher hat er noch viele Fragen. 

Menschen wie Stefan und Julia, Daniela und Georg könnten Teilnehmer an einem Glaubenskurs für Einsteiger sein, den die Pfarrei Heilig Kreuz ab Mai anbietet. An fünf Abenden haben Interessierte die Gelegenheit zu erfahren, was katholische Christen glauben, wie sie ihren Glauben im Alltag leben und ihn in Gebet und Gottesdienst zum Ausdruck bringen und feiern. Ausgangspunkt seien die Erfahrungen der Teilnehmer, heißt es in einer Mitteilung. 

Pfarrer Peter Nienhaus und ehrenamtlich engagierte Christen stehen als Spurensucher bereit. Sie wollen in Gespräch und Austausch Interessierten eine Starthilfe in den katholischen Glauben geben und die ersten Schritte auf diesem Weg begleiten. „Was im günstigsten Fall passieren kann: Durch die Beschäftigung mit dem christlichen Glauben fällt ein neues Licht auf das eigene Leben“, erläutert Nienhaus. Oder umgekehrt: Die eigenen Lebenserfahrungen würden zu Schlüsseln, um zu verstehen, was der christliche Glaube sage. 

Der Glaubenskurs findet an fünf Terminen statt, und zwar jeweils dienstags am 3., 17. und 31. Mai sowie am 14. und 28. Juni, jeweils von 20 bis 22 Uhr im Pfarrhaus Heilig Kreuz. Interessierte können sich im Pfarrbüro, Tel. 02594/2126, anmelden.