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Augustiner-Chorherren auf den Spuren von Anna Katharina

Gäste beim Vortrag über Thomas von Kempen und Anna Katharina EmmerickHoher Besuch konnte am 14. März 2016 beim Vortragsabend der Familienbildungsstätte Dülmen über „Thomas von Kempen und Anna Katharina Emmerick“ begrüßt werden: Generalpropst Helmut Grünke, Vorsteher der Gemeinschaft der Augustiner-Chorherren, war mit einigen jungen Mitbrüdern aus Paring in der Nähe von Regensburg angereist. Die kleine Gruppe war auf den Spuren des Thomas von Kempen in Norddeutschland unterwegs, der im 15. Jahrhundert dem Klosterverband der „Windesheimer Kongregation“ angehörte – ebenso wie 400 Jahre später die Augustinerin Anna Katharina Emmerick.

In seinem Vortrag schlug Pfarrdechant Markus Trautmann den Bogen von der Theologie und Spiritualität des hl. Augustinus über das berühmte Buch der „Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen bis hin zum Dülmener Augustinerinnen-Konvent Agnetenberg. „Anna Katharina Emmerick fühlte sich vom hohen Anspruch der ‚Nachfolge Christi‘ provoziert“, meinte Trautmann. Es war schmerzhaft für sie, die augustinisch inspirierten Reformbemühungen des Spätmittelalters in ihrer eigenen Zeit so drastisch als gescheitert zu erleben. Dabei hieß das Dülmener Kloster ausgerechnet „Agnetenberg“, genauso wie der Reformkonvent des Thomas von Kempen in der Nähe von Zwolle. Dennoch: Anna Katharinas geistlicher Berater Bernhard Overberg habe ihr sicher nicht leichtfertig zugestanden, eigentlich ganz im Sinne des großen Mystikers vom Niederrhein zu leben. „Das Buch des Thomas von Kempen hat es verdient, wiederentdeckt zu werden“, meinte Trautmann. „Nicht nur, um die Emmerick besser zu verstehen, sondern auch Papst Franziskus, der es häufig zitiert.“