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20 Millionen Euro für ein IGZ-Quartier

Info vom 19. August 2014 in der Dülmener Zeitung von Markus Michalak / Bild: Auernhammer Wohlrab Architektur aus München

Preis1Insgesamt, so schätzt die Stadt Dülmen, wird der Bau des IGZ-Quartiers im Herzen der Innenstadt 20,4 Millionen Euro verschlingen. Das ist etwa die Hälfte der Summe, mit der die Concepta ihre Achse im Zentrum realisieren wollte.
Das reine Gebäude inklusive Durchbruch zum Rathaus wird mit 12,655 Millionen Euro veranschlagt. Beide Zahlen gehen aus dem Projektdossier für das geplante Intergenerative Zentrum (IGZ) hervor, das am 26. August in einer Sondersitzung der Ausschüsse Wirtschaft, Bauen und Soziales diskutiert wird, und am 2. September darauf vom Rat genehmigt werden soll. 
Der Rest wird für Vorlaufarbeiten, den Abriss alter Bausubstanz sowie die Gestaltung öffentlicher Straßen und Plätze gebraucht. Für 3,3 Millionen Euro soll das Projekt „Besonderes Wohnen im IGZ-Quartier“ von einem privaten Investor finanziert werden. Mit immerhin knapp 1,5 Millionen Euro will die Stadt die neue Rathausgastronomie vorfinanzieren. Möglicherweise kann hier aber auch der künftige Betreiber noch mit ins Boot geholt werden. 
Wie viel am Ende tatsächlich über den städtischen Haushalt finanziert werden muss, steht derzeit noch nicht fest. Fest steht hingegen: Im Idealfall übernimmt das Land über die Städtebauförderung 6,233 Millionen Euro. Das ist viel Geld, aber dennoch weniger als die Hälfte der Kosten, die allein für den Neubau des IGZ-Komplexes geplant sind. 
Mehr als 14 Millionen Euro müssten also die Stadt Dülmen, externe Träger, die etwa eigene Wohnangebote realisieren möchten, und die Katholische Kirche, die ja unter anderem ihr Familienzentrum St. Anna sowie eigene Wohnungen und die heutige Dechanei im IGZ unterbringen möchte, aufbringen. 
„Wir gehen derzeit bei den förderfähigen Kosten von einem Eigenanteil von 6,233 Millionen Euro aus, welcher Kirche und Stadt gemeinsam finanzieren müsste“, stellt Stadtsprecherin Stefanie Löhn klar. Denselben Batzen also, den das Land übernimmt. Wer davon welchen Anteil übernehmen müsse, stehe noch nicht fest - allerdings sei die Kirche aufgrund der Liegenschaften mit mehr als 50 Prozent in der Pflicht. 
Weitere rund acht Millionen Euro - darunter neue Wohnungen im Quartier, die Rathausgastronomie und die katholischen Einrichtungen im IGZ - sind nicht förderfähig. Diese Summe müssten Stadt, Kirche und private Investoren allein aufbringen. 
Das umfassende Projektdossier soll den Lenkungsausschuss der Regionale davon überzeugen, dass das IGZ-Quartier Dülmen den A-Stempel und damit die höchste Förderwürdigkeit erhält. Neben dem eigentlichen „Haus für alle“ - IGZ - enthält es detaillierte Pläne für das angrenzende Stadtquartier. 
Das Projektdossier müsse bis Freitag, 5. September, dem Regionale-Lenkungsausschuss vorgelegt werden, drängt die Verwaltung zur Eile. Am Mittwoch, 19. November, falle dann endgültig die Entscheidung über den A-Stempel.