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Emmerick-Projektwoche

Emmerick-ProjektwocheAnna Katharina Emmerick war das Thema der religiösen Projektwoche im Mai 2015 im Mauritius-Kindergarten in Hausdülmen. Zahlreiche Aktionen und Angebote standen im Mai auf dem Programm, die von der Kirchengemeinde St. Viktor begleitet wurden.
Höhepunkte waren sicherlich die Besuche im Emmerick-Geburtshaus in Flamschen sowie der Emmerick-Gedenkstätte in Heilig Kreuz.

 


Foto: Die jungen Emmerick-Begeisterten beim Wortgottesdienst auf dem Kindergartengelände‭; ‬im Vordergrund ein gemeinsam gebasteltes Modell des Geburtshauses der Dülmener Seligen‭. ‬Foto‭: ‬privat


Predigt von Bischof Felix Genn zum 10jährigen Gedenken der Seligsprechung

IMG 0549Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,
liebe junge Mitchristen,
im Zugehen auf die Begegnung mit Ihnen an diesem Morgen habe ich mich in den letzten Tagen gefragt, ob es nicht gut ist, wenn ich Ihnen sage, was mich an der Gestalt der seligen Anna Katharina Emmerick berührt. Dies kann zugleich auch für Ihr Leben in der Pfarrgemeinde wie für Sie selbst Bedeutung haben und zugleich zurückgreifen auf die Texte der Heiligen Schrift, die wir an diesem Tag gehört haben.


1. Gott kommt barrierefrei

Das Erste, was mir entgegenkam, als ich das Emmerick-Haus besucht habe, war die Erinnerung an das Weihnachtsfest. Der Stall von Bethlehem ist der Ort, an dem Jesus als Sohn Gottes zur Welt gekommen ist. Das Emmerick-Haus zeigt eine Wohnung, in der Mensch und Tier zusammengelebt haben, in der sich alles, Leben, Arbeit, Schlafen und Beten in einem Raum abspielte. In dieser schlichten, einfachen Behausung wird ein Mensch ganz persönlich von Gott berührt. Gott braucht keine Barrieren, um bei uns anzukommen. Die Armut, die bittere Armut der damaligen Zeit, das alltägliche Sorgen um den Unterhalt und den Erhalt der Familie waren kein Anlass, sich Gott gegenüber zu versperren. Er konnte auch in dieser schrecklichen Not und in dieser einfachen Lebensweise ankommen. Er braucht kein besonderes Appartement, kein Schloss, keine ausgesuchte Wohnung. Er kommt im Stall an. So war es damals, als Jesus geboren wurde. So ist es gewesen in dem Haus, in dem eine Selige unserer Heimat groß geworden ist. So wie Gott keine Barrieren braucht, um bei uns anzukommen, so haben auch die Menschen Ihm keine Barrieren entgegengestellt. Die Pfarrei, der Sie angehören, hat vor einigen Jahren in einer Untersuchung, die die Seelsorgeabteilung unserer bischöflichen Verwaltung veröffentlicht hat, Gemeindemitglieder befragt und dies zusammengefasst unter dem Titel: „Angstfrei hinausgehen, um zu dienen“. Es könnte auch heißen: Hinausgehen, um angstfrei zu dienen. Damit haben Sie Ihr seelsorgliches Konzept umschrieben. Ist es aber nicht genau die Weise, die auf das Kommen Gottes zutrifft? Gott geht hinaus aus sich selber, Er hat davor keine Angst, hinauszugehen. Er kommt, um zu dienen. Er hat keine Angst zu dienen.

 

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